Spaß mit Tierfotos
Posted on October 10, 2008
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Haben Sie je versucht, ihren Hund oder Ihre Katze zum Posieren für ein Portrait zu überreden? Dann wissen Sie, wie anstrengend oder sogar aussichtslos das sein kann.
Tiere sind schnell abgelenkt (außer die Profis der Werbe- und Filmindustrie) und werden Ihre professionellen Fotoanweisungen kaum beachten. Aber genau deshalb lieben wir ja unsere Haustiere – weil sie immer für Überraschungen gut sind.
Nutzen Sie einige einfache Kniffs, damit Ihnen trotzdem witzige Aufnahmen Ihres Lieblings gelingen – bevor dieser bereits wieder aus dem Bild läuft.

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Wählen Sie die beste Lichtquelle aus:
Sie sollten Tierfotos wenn immer möglich bei natürlichem Sonnenlicht machen (dabei aber direktes Sonnenlicht vermeiden). Sind Außenaufnahmen nicht möglich, so setzen Sie Ihr Haustier in die Nähe eines großen Fensters oder einer offenen Türe. Wählen Sie Ihren Blickwinkel so, dass sowohl Motiv als auch Hintergrund gut ausgeleuchtet sind. Achten Sie dabei darauf, dass Sie einen ruhigen Hintergrund ausgewählt haben oder entfernen Sie Gegenstände, die vom Motiv ablenken könnten.
Von Blitzlichtaufnahmen raten wir bei der Tierfotografie ab: Tiere sind sofort abgelenkt oder schrecken vor dem Licht zurück. Zudem verändert Blitzlicht Farbe, Textur und den Schein des Fells Ihres Lieblings und lässt diese unnatürlich erscheinen. Ohne Blitz lassen sich außerdem überzeichnete Schatten und rote Augen vermeiden. Eine Ausnahme gilt: falls Ihr Haustier schwarz ist, kann Blitzlicht sparsam eingesetzt werden.

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Kommen Sie nicht um die Verwendung eines Blitzlichts herum (und schreckt der Blitz ihren Liebling nicht ab), so empfiehlt es sich, Blitzlicht nur indirekt zu verwenden. Richten Sie den Blitz auf eine helle Fläche wie die Decke oder eine Wand. Zurückgeworfenes Blitzlicht verhindert störende Schatten und hellt auch den Hintergrund auf.
Tierportraits – Augen sind ein Hingucker:
Die meisten Haustiere bleiben immer in Bewegung und es ist nicht absehbar, was sie als nächstes vorhaben. Richten Sie den Fokus Ihrer Kamera immer auf die Augen Ihres Lieblings und drücken Sie ab, sobald sich ein Blickkontakt ergibt. Blickkontakt macht Tierportraits immer interessanter und Sie vermeiden verschwommen dargestellte Augen.

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Fangen Sie Stimmungen ein:
Ist Ihr Liebling stinkfaul und gähnt Sie nur an (wenn er gerade nicht schläft)? Machen Sie lustige Schnappschüsse davon, wie dieser in die Kamera gähnt oder beim Nickerchen putzige Positionen einnimmt.
Unternehmen Sie einen Ausflug zur liebsten Tollwiese Ihres Hundes und nutzen Sie dessen natürlichen Spieltrieb für gelungene Tierfotos. Betrachtet Ihr Kätzchen öfters – wie in Gedanken versunken – die glitzernde Wasseroberfläche des Pools? Halten Sie Ihre Kamera immer bereit um stimmungsvolle Momente festzuhalten.

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Zeigen Sie die Persönlichkeit Ihres Lieblings:
Jedes Haustier zeichnet sich durch eine eigene Persönlichkeit aus. Bestimmt kennen Sie die täglichen Routinen Ihres Lieblings aber auch verschrobene oder lustige Eigenheiten, die diesen auszeichnen. Selbstverständlich eignen sich auch antrainierte Verhaltensweisen zu tollen Fotos – z.B. wenn Ihr Hund Ihnen jeden Morgen erwartungsvoll die Zeitung ans Bett bringt.
Wählen Sie die richtige Szenerie:
Für Tieraufnahmen eignen sich Außenaufnahmen bei natürlichem Licht am besten. Nehmen Sie Ihren Liebling auf die Wiese und lassen Sie ihn von Ihren Kindern verhätscheln oder mit diesen herumtollen. Verfolgen Sie das Geschehen durch den Bildsucher und warten Sie auf den richtigen Moment zum Abdrücken – es wird nicht lange gehen und ein solcher stellt sich von alleine ein.

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Auf Augenhöhe mit Ihrem Liebling:
Selten wird ein Haustier so groß sein wie sein Herrchen oder Frauchen. Eine Aufnahme von oben macht sich aber meist nicht gut. Knien Sie nieder oder legen Sie sich auf den Boden, um auf Augenhöhe mit Ihrem Liebling zu sein – aus seiner Perspektive sieht so manches ganz anders aus.
Verwenden Sie Requisiten:
Eine Requisite kann Ihrer Fotosession zu einem Leitmotiv verhelfen– vor allem aber hilft es, Ihren Liebling bei Laune zu halten. Verwenden Sie ausschließlich Requisiten, die Ihrem Liebling gerecht werden – ein Ball, ein Wollenknäuel, ein Plastikknochen, etc..

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Rücken Sie näher ran:
Gehen Sie nahe ans Tier ran und machen Sie Nahaufnahmen. Allenfalls können Sie auch ein Teleobjektiv verwenden, aber beachten Sie, dass dabei Details verloren gehen. Eine minimale Tiefenschärfe kann aber auch die Augen Ihres Haustiers reizvoll hervorheben.
Halten Sie Bewegung fest:
Unterschiedliche Techniken helfen Ihnen bei der Aufnahme von Bewegungsabläufen. Beispiel? Ihr Hund springt hoch, um einen Knochen zu fangen. Kombinieren Sie eine lange Verschlusszeit und Blitzlicht (bei Außenaufnahmen müssen Sie den Blitz manuell einstellen) und bewegen Sie Ihre Kamera mit der Bewegung Ihres Hundes mit. Lösen Sie die Aufnahme noch in der Bewegung aus. Es entsteht ein gut ausgeleuchtetes, scharfes Foto mit verzogenen Bildbereichen, welche die Bewegung ideal verbildlichen.
Unbemerkt aufgenommene Schnappschüsse:
Drücken Sie ab, wenn Ihr Haustier nichts ahnt. Gewisse Haustiere verhalten sich während einer Fotosession ungewohnt und unnatürlich und fühlen sich vor der Kamera unwohl. In diesem Fall müssen Sie Ihren Liebling unbemerkt fotografieren. Ein Teleobjektiv kann Sie dabei zusätzlich unterstützen.
Andere Tiere wiederum kümmern sich nicht weiter um die Kamera in Ihrer Hand. Oder aber diese weckt die Neugier Ihres Lieblings, so dass er von selber zur Kamera hinkommt und mit dieser spielt. Eine ideale Voraussetzung für tolle Tieraufnahmen!

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Setzen Sie sich mit ins Bild:
Wann ist Ihr Liebling am glücklichsten? Natürlich – wenn Sie sich mit ihm beschäftigen! Setzen Sie den Zeitauslöser Ihrer Kamera ein und spielen Sie mit Ihrem Tier. So bleibt auch gewährleistet, dass dieser interessiert bleibt und nicht aus dem Bild läuft. Last not least: Auch Sie wirken beim Spiel mit Ihrem Liebling ganz natürlich und sind vergnügt.
Experimentieren Sie:
Versuchen Sie unterschiedliche Blickwinkel, Beleuchtungen, Örtlichkeiten und Objektive aus. Sie werden automatisch zu tollen Effekten & Kombinationen finden. Mit einem Weitwinkel-Objektiv aufgenommen gewinnt die Nahaufnahme Ihres Lieblings beispielsweise an Witz. Ihre Experimentierfreude und das Hantieren mit den unterschiedlichen Gegenständen wird dabei auch Ihren Liebling neugierig und bei Laune halten!
Comments
4 Responses to “Spaß mit Tierfotos”
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Sehr schöne Zusammenfassung
[...] “Haben Sie je versucht, ihren Hund oder Ihre Katze zum Posieren für einPortrait zu überreden? Dann wissen Sie, wie anstrengend oder sogaraussichtslos das sein kann.” Tja, besser kann man einen guten Artikel wohl nicht einleiten. Auch wenn ich ich Hunde bzw. Katzenfotos kategorisch furchtbar finde kann man sich hiervon dennoch ein paar Sachen abgucken. Wer nun wissen will, wies geht muss drüben weiterlesen. [...]
Wochenrückblick KW41…
Hui, so langsam ist auch der letzte Blogger aus der Sommerpause zurück. Diese Woche gabs ne Menge Lesestoff. Hier die Zusammenfassung:
Spaß mit Tierfotos
von Colormailer
Wer Tiere fotografieren möchte hats gar nicht so einfach. Ein paar schöne Ti……
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