Verwenden Sie die Grundregeln der Bildeinstellung, um Ihre fotografischen Fähigikeiten zu verbessern
Wenn wir fotografieren, machen wir es instinktiv und denken beim Auslösen nicht daran, irgendwelche Regeln einzuhalten. Besonders nicht mit einer Digitalkamera, da wir damit soviel Aufnahmen machen können wie wir möchten.
Ihre besten Fotografien werden konstant, wenn Sie die Grundregeln der Bildeinstellung für den Aufbau des Fotos befolgen, selbst wenn Sie es nicht absichtlich gemacht haben. Wenn Sie diese Regeln anwenden werden Ihre nächsten Bilder perfekt.
Sie werden überrascht sein, was diese einfachen Regeln bezwecken – Lesen Sie weiter
Zweidrittelregel:
Dies ist die meist befolgte Regel der Fotografie – und ausserdem die Wichtigste. Stellen Sie sich vor das Bild wäre in Drittel, horizontal und vertical, unterteilt. Die vier Mittelpunkte der scheinbaren Linien sind die besten Bereiche, Ihr Motiv zu platzieren.

Bild – Zweidrittelregeln
Sie können die scheinbaren Linien beim Auslösen der Motive mit natürlichen Linien nutzen – normalerweise bei Landschaften oder Architekuren. Versuchen Sie z.B. den Horizont auf irgendeine scheinbare, horizontale Linie zu setzen und vermeiden Sie es in die tote Mitte zu setzen. Fotos von höheren Gebäuden oder Wolkenkratzern kommen am besten zur Geltung, wenn Sie diese auf die vertikalen Linien setzen.
Sei es eine Nahaufnahme oder eine Totale, denken Sie an die Zweidrittelregeln und platzieren Sie diese passend in den Rahmen und legen Sie die Aufmerksamkeit auf das Motiv, um eine schöne Perspektive für Portraitfotos zu erhalten.
Bemerkung: Moderne Digitalkameras haben die Möglichkeit diese Linien auf der LCD-Anzeige und/oder im Sucher anzuzeigen.
Einfach machen:
“Warum diese Aufnahme?” ist eine zwingende Frage, die sich jeder Fotograf vor dem Auslösen stellen sollte. Alles, was die Aufmerksamkeit des Betrachters vom Motiv ablenkt, sollte vermieden werden. Den Rahmen einfach halten, ist die beste Art, die Aufmerksamkeit auf das Motiv zu lenken.
Warum nicht einfach bei einem Portraitfoto das Drumherum in den Rahmen mit einschliessen?
Machen Sie den Rahmen immer so klein wie möglich und überhäufen Sie ihn nicht mit unbedeutenden Dingen. Betrachten Sie sich die Ränder und Ecken des Rahmens und vermeiden Sie alles, was das Bild nicht verbessert oder den Betrachter ablenkt.
Gehen Sie näher heran:
Sie haben vielleicht vor kurzem ein starkes Zoomobjektiv erworben. Dann liegt es auf der Hand, dass Sie es vorziehen es zu verwenden anstatt näher an das Motiv heranzugehen. Aber erinnern Sie sich daran, dass Sie mit einem Teleobjektive eine minimale Tiefenschärfe haben und auch die Feinheiten werden ebenfalls minimal sein.
Da Sie Abstand vom Motiv haben, ist es ausserdem sehr schwierig, die verschiedensten Winkel zu wählen. Es ist also besser sich vorwärts zu bewegen als den Zoom zu benutzen, um näher an das Motiv heranzukommen.
Linien verwenden:
Linien lenken die Bewegung der Augen des Betrachter auf das Hauptmotiv und die Bedeutung des Motives ist ausgeprägter. Einen dreidimensionalen Effekt oder eine surreale Tiefe zu erhalten ist mit Hilfe der Linien ganz einfach.
Betrachten Sie Ihren Rahmen und denken Sie an verschiedene Winkel, die Linien im Rahmen bilden würden. Sie können Strassen, Zäune, Bäume, Büsche, Flüsse, Wände oder Sonstiges richtig setzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.
Verschieden Arten von Linien ergeben verschiedene Effekte und man sollte bei der Wahl darauf achten. Horizontale Linien zeigen Stabilität, während vertikale Linien Energie, Stärke oder Grösse übermitteln. Diagonale Linien werden im Allgemeinen benutzt, um Augen der Betrachter auf einen bestimmten Punkt zu ziehen, welcher der Reiz des Fotos sein kann. Die Anordnung der diagonalen Linien selbst, kann ein schönes Motiv sein. Konvergierende Linien können auch benutzt werden, um die Bewegung der Augen des Betrachters zu lenken. Es übermittelt auch eine Grenzenlosigkeit oder eine weite Entfernung.

Grand Tetons and the Snake River - ©1942 Ansel Adams
Der Aufbau und die Perspektive geben ein zweidimensionales Gefühl eines 3D Fotos. Das Anwenden von Linien im Aufbau lässt unsere Augen dem Fluss hin zu den Bergen folgen.
Anmerkung: Linien müssen nicht gerade oder gleich sein. Verschiedene Formationen ergeben unterschiedliche Perspektiven. Sie sehen das am Beispiel der Fotografie von Ansal Adams
Benutzen Sie natürliche, verfügbare Rahmen
Die Technik der Anwendung von natürlichen Gegenstände als Rahmen macht es Ihnen leicht die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Motiv zu lenken
Bäume, Fenster, Tunnels, Eingänge und Torbögen sind einige der Gegenstände, die Sie benutzen können, um den Rahmen des Bildbereiches zu kreieren. Aber die Wahl des Rahmens ist sorgfältig zu beachten, da die vorhandene Tiefenschärfe in manchen Fällen ein Problem darstellt.

Experimentieren Sie
Sobald Sie die Grundregeln verstanden haben und Sie viele Aufnahmen nach diesen Regeln gemacht haben, fangen Sie an, mit verschiedenen Winkeln und unterschiedlichen Standorten, zu experimentieren.
Manchmal müssen Sie die Regeln auch brechen ![]()
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